FAQ´s fgB

Was versteht man unter Freigemessener Bauschutt

  • Um welche Abfälle handelt es sich ?

    Bei diesen Abfällen handelt es sich um mineralische Abfälle, die beim Rückbau anfallen, umgangssprachlich werden diese Abfälle als „Bauschutt“ bezeichnet. Dazu zählen z. B. Beton, Ziegel, Fliesen, Keramik, Boden, Steine oder Dämmmaterial.

  • Was bedeutet zweckgerichtet freigemessener Bauschutt

    Beim Vorgang des Freimessens wird geprüft, ob und wie radioaktiv Abfälle tatsächlich sind.  Die Grenzwerte dafür sind in der Bundesstrahlenschutz-Verordnung festgelegt. Material, dessen Radioaktivität nachweislich diese Freigabewerte unterschreitet, kann zur Deponierung freigegeben werden (§ 32ff. Strahlenschutz-Verordnung). Dazu muss die Strahlendosis unter 10 μSv/a liegen. Dieses freigegebene Material muss dann nicht mehr strahlenschutzrechtlich überwacht werden. Für seine weitere Behandlung gelten die Vorgaben des Abfallrechts (Kreislaufwirtschaftsgesetz). Unabhängige Sachverständige der Atomaufsicht überwachen den Vorgang des Freimessens lückenlos. Zusätzlich prüft ein Gutachter im Auftrag der AVL das Material stichprobenartig ein weiteres Mal. Diese Freimessung ist dann eine der Grundlagen der offiziellen Freigabe, die das Umweltministerium als Atomaufsichtsbehörde erteilt. Das Wort „zweckgerichtet“ beschreibt den Zweck der Freigabe, im Fall der AVL sind das Abfälle, die für den Zweck der Deponierung freigeben werden. Daneben gibt es auch Abfälle, die z. B. zur Verbrennung oder ohne Zweckbindung für den normalen Stoffkreislauf freigegeben werden.